Unser Verein

 

01. Juli 2014 - Hauptamtliche Koordinatorin in der Hospizgruppe Spelle

"Leben bis zuletzt -
Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig. Und wir werden alles tun, damit  Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können."

Dieses Zitat von Ciceley Saunders, Gründerin der modernen Hospizbewegung, ist Leitgedanke der Hospizgruppe Spelle. Dieses Motto mit Leben zu füllen, ist in jeder Begleitung eines schwerkranken Menschen und seiner Nächsten immer Anspruch und Ziel.

Die Wurzel der Hospizbewegung liegt in der Ehrenamtlichkeit der qualifizierten Mitarbeiter, die laut dem Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband e.V. auch für den alltäglichen Umgang mit Sterben und Tod in unserer Gesellschaft steht. Auch in der Gemeinde Spelle sind wir hier auf einem guten Weg, was sich in den kontinuierlich steigenden Anfragen mit dem Wunsch nach Begleitung und der guten Zusammenarbeit mit den Institutionen und Diensten zeigt. Der Einsatz der Hospizgruppe findet große Anerkennung. Besonders zu nennen ist hier das Engagement der Koordinatorin Agnes Schulze-Schweifing. Zu ihren Aufgaben gehören:

 

Erstkontakt zu Betroffenen und Angehörigen, Hausbesuche 

Koordination der Einsätze der ehrenamtlichen Mitarbeiter und deren Begleitung  

Palliative Beratung in Fragen der Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Übelkeit und Atemnot am Lebensende 

Beratung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht etc. 

Mitwirkung bei der Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Organisation von deren Schulung, Fallbesprechungen 

Kooperationen mit bestehenden Diensten wie Sozialstationen, Ärzten, Pflegediensten und Seelsorgern.  

Sicherstellung der ständigen Erreichbarkeit des Hospizdienstes, z. B. durch Organisation eines Notdienstes

Krisenintervention
 

Um die Qualität der Arbeit, Kontinuität der Ansprechbarkeit und die strukturellen Rahmenbedingungen auch weiterhin sicherstellen zu können, hat  sich die sich die Hospizgruppe  nach genauer Analyse der Situation vor Ort entschlossen einen Schritt zu gehen, den die meisten der Hospizvereine in der Umgebung auch bereits gegangen sind. Zum 01.07. 2014 wurde Agnes Schulze-Schweifing hauptamtlich als Koordinatorin eingestellt. Dieser Dienst und vielfältige Kompetenzen erfordern es, dass er nicht „nebenbei“ erledigt werden kann. Es braucht jemanden der sich ausschließlich dieser Aufgabe widmen kann - zum Wohle der Menschen.

 

Ambulante Hospizdienste, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, erhalten deshalb  für die hauptamtlichen Koordinierungskräfte eine Förderung durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nach § 39a, Abs.2 SGB V 

Gefördert werden ambulante Hospizdienste, die für Versicherte, die keiner Krankenhausbehandlung und keiner voll- oder teilstationären Versorgung in einem Hospiz bedürfen, qualifizierte ehrenamtliche Sterbebegleitung erbringen. 

Das heißt auch die Hospizgruppe Spelle kann nun einen Teil ihrer Leistungen mit den Krankenkassen abrechnen wodurch die hauptamtlich Kraft refinanziert wird. 

Ein Hospizdienst  wird jedoch nicht allein über die Fördergelder der Krankenkassen finanziert. Ein erheblicher Anteil der Kosten muss weiterhin durch Mitgliedsbeiträge und  Spenden erbracht werden.   Für die Betroffenen ist die Unterstützung der ambulanten Hospizdienste weiterhin kostenfrei. 

Dass die Koordinatorentätigkeit nun hauptamtlich möglich wird, ist vor allem auch eine Anerkennung und Wertschätzung der (bisher) geleisteten Arbeit. Die Hauptamtlichkeit eröffnet neue Spielräume, damit die ehrenamtliche Hilfe nachhaltig geleistet werden kann.

Die Hospizgruppe Spelle wünscht Agnes Schulze-Schweifing für  ihre Aufgaben  als Koordinatorin weiterhin alles Gute! Wir danken ihr für ihren bisherigen unermüdlichen Einsatz der nun sicherlich mit genauso viel Herzblut und Einfühlungsvermögen fortgeführt wird.

 

 


 

2008
Am 9. Februar 2008 konnten wir ca. achtzig interessierte Besucher zu einer Informationsveranstaltung: "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht" begrüßen.
Nach kurzer Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Agnes Schulze Schweifing und Einstimmung auf das Thema durch Koordinatorin Elisabeth Wilde referierten Frau Rita Wallman, Dipl. Pflegepädagogin und Herr Dr. Höltermann, Chefarzt der Abt. Anästhesie und Intensivmedizin im Bonifatius-Hospital Lingen, umfassend zu ethischen und medizinischen Fragen. 

 


 Wie alles begann: 


2006 / 2007

Im Frühjahr 2006 organisierten vier Speller Frauen unter Mithilfe von Diakon Hermann Iburg, Hospizhilfe Bentheim, einen Kurs "Einführung in die Hospizarbeit". 
Zwölf Frauen aus der Gemeinde meldeten sich zu diesem Einführungskurs. Sie erkannten sehr bald, dass sich auf die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender und auf die Betreuung Trauernder einzulassen heißt, auch an sich selbst und dem eigenen Umgang mit Tod und Trauer zu arbeiten. Durch diese Arbeit wuchsen wir Frauen, aus verschiedenen Berufen und Konfessionen kommend, zu einer harmonischen Gruppe zusammen. 

grndungsmitglieder

v. l.: Beate Bertels, Schriftführerin; Annette Striet; Margret Giesken; Agnes Schulze Schweifing, 1. Vors.; Monica Rickhoff; Marlies Veltmann, 2. Vors.; Agnes Stratmann; Marlies Schütte, Kassiererin; Elisabeth Wilde, Koordinatorin; Elisabeth Veerkamp; Mechthild Nöthe.

Nach Abschluss des Grundseminars folgten monatliche Treffen zu verschieden Themenabenden, wir tauschten uns mit anderen Hospizvereinen und Palliativstationen aus, nahmen Kontakt zu unseren Geistlichen und Ärzten auf und gründeten dann mit elf Frauen am 10. April 2007 die "Hospiz Gruppe Spelle e.V."

Zu unserem 1. ökumenischen Wortgottesdienst unter dem Bibelwort: "Du führst uns hinaus ins Weite" , haben wir am Mittwoch, dem 19. September 2007, in die Arche in Spelle eingeladen.
Der Gottesdienst, der von den Mitgliedern der Hospizgruppe vorbereitet und gestaltet wurde, wurde von Markus Schweer am Klavier und Elisabeth Giesken, Gesang, begleitet. 
Nach dem Gottesdienst referierte Herr Diakon Iburg, Notfallseelsorger aus Nordhorn, vor fast einhundert Gästen, über das Thema: “Hospizarbeit als Wegbegleitung des Sterbenden und dessen Angehörigen”.